Meike en Perú

... eine Reise nach Südamerika

Donnerstag, 27. März 2008

Abschlussbericht

Auch wenn ich nun schon länger wieder in Deutschland bin, darf natürlich ein Abschlussbericht über unsere letzten Tage in Peru nicht fehlen, denn schließlich haben wir auch noch einiges gesehen, quasi unsere 2 Höhepunkte der ganzen Peru-Reise.


Machu Picchu: Auf eines der modernen 7 Weltwunder haben wir uns natürlich riesig gefreut, denn so viele Leute hatten schon davon berichtet, dass es einfach so unglaublich schön und beeindruckend wäre. Also machten wir uns am 1. Tag auf den Weg nach Aguas Calientes: Morgens um 8Uhr standen wir an der Busstation und ca. 12 Stunden später kamen wir nach einer anstrengenden Bus- und 2xColectivostrecke und anschließendem 2 Stunden Auf-Schienen-Nacht-Wandern vollkommen ko an. Natürlich hat es am Ende auch noch geregnet und das machte den ohnehin recht unheimlichen Fußweg mit dem reißenden Urubamba nicht besser... Am nächsten Morgen früh um 5Uhr ging es dann mit dem Bus hoch zu Machu Picchu, "damit wir auch den schönen Sonnenaufgang sehen können". Pustekuchen, oben angekommen merkten wir, dass es so neblig war, dass man gerade mal 10m weit gucken konnte, was sich den restlichen Tag auch nicht großartig ändern sollte... So kam es, dass wir die typische Postkarten-Ansicht mit dem Berg Wayna-Picchu im Hintergrund nie ganz zu Gesicht bekamen:-(. Trotzdem haben wir das Beste draus gemacht und haben uns die ganze Stadt Machu Picchu angeguckt und sind sogar auf den Wayna Picchu geklettert - bei letzterem (rechts) war es allerdings recht gut, dass wir so wenig Sicht hatten, denn sonst wäre es schon ziemlich unheimlich gewesen diesen steilen, schlammigen Berg rauf- und runter zu marschieren, denn die ganze Zeit war es so, dass es an der einen Seite steil hoch und an der anderen steil (!!) wieder runterging und ein Geländer war dort natürlich auch Luxus ;-). Dafür war allerdings die Aussicht von oben atemberaubend, denn, auch wenn der Nebel natürlich nicht verschwinden wollte, sah es sehr schön aus, wie der Nebel in den Bergen hing und umherzog und außerdem konnte man zwischendurch einen Blick auf Machu Picchu erhaschen, wo man erstmal merkte, wie groß und strukturiert diese Stadt doch eigentlich war! Wow!! Als wir später durch die Ruinen gegangen sind, haben wir direkt gesehen, wie gut erhalten alle Gebäude sind und so konnten wir einen Sonnentempel, den "Plaza de Armas", einen Kompass, die Handwerker- und Arbeiterviertel etc gut erkennen! Und obwohl das Wetter uns leider einen großen Strich durch die Rechnung gemacht hat, war es sehr beeindruckend und faszinierend und ich kann es wirklich jedem empfehlen!



Frei nach dem Motto "Welcome to the Jungle" ging es für uns weiter nach Puerto Maldonado in den Regenwald. Dort haben wir 3 Tage in einer Urwald-Lodge übernachtet und die nähere Umgebung erkundet. Allerdings war es alles wortwörtlich sehr natürlich und für uns Städter etwas gewöhnungsbedürftig: So hatten wir einen Hauskaiman, eine Haustarantel (links) und 2 Hauspapageien, die "Hola" sagen konnten:-), abgesehen von den unzählbaren nervigen Mosquitos, Riesenhummeln oder Fröschen, die sich auch mal in unseren kniehohen Schlammstiefeln versteckt haben! Dazu kam, dass wir nur 4 Stunden pro Tag Strom und Licht hatten und somit ab zehn Uhr abends mit Kerzen und Taschenlampen in unseren Zimmerchen saßen und den 1000 undefinierbaren Geräuschen zuhörten. Einerseits war es ziemlich unheimlich und wir haben jeden Abend schön brav unser Mosquitonetz unter die Matratze gestopft, aber andererseits war es auch richtig schön quasi mitten in der Natur zu sein, ohne Internet, Handyempfang und Strom...

Tagsüber haben wir mit unserem Guía Albert verschiedene Touren in den Regenwald gemacht, z.B. eine Wanderung zu einer riesigen Hängebrücke, die in den Wipfel eines 40m hohen Baumes führte. Dabei kann ich nicht sagen, ob dieses kleine Baumhaus dort oben oder der Weg zu dieser Brücke das Spannendere war, denn da natürlich auch im Regenwald zur Zeit die Regenphase ist, war unser Weg mehr oder weniger überschwemmt und wir durften dementsprechend durch hüfttiefes Wasser waten, natürlich umgeben von dem üblichen Insektenzeugs oder diversen Spinnen im Wasser. Schreie kamen auf, als wir zwangsweise mit 30cm Abstand an einer "bird tarantula" (ist das nun eine Tarantel oder eine Vogelspinne oder ist beides dasselbe??) vorbeilaufen mussten...Albert vertrieb sie daraufhin mit einem Stock, obwohl ich nicht weiß, ob es mir nicht doch lieber gewesen wäre, wenn dieses Viech regungslos am Baum sitzt oder wenn sie mit ihren 8 haarigen dicken Beinen rumkriecht oder notfalls sogar noch springt... Ein anderer Ausflug führte uns zum Lake Sandoval, einem sehr schönen großen See, in dem man eigentlich auch schwimmen kann, nur leider fing es mal wieder gnadenlos an zu regnen, als wir gerade in unserem Bötchen saßen und da halfen auch unsere Regenponchos nicht mehr;-)!


Und obwohl das Wetter auch dort nicht unser bester Freund war und wir das eine oder andere Mal ein bisschen Angst hatten, zählt diese kleine Regenwaldexkursion eindeutig zu unseren Highlights, denn wir haben so viel Neues, Unbekanntes und Spannendes gesehen, seien es verschiedene Tiere oder die einfach nur grüne Natur oder die einzelnen Bäume, die uns Albert ausführlich erklärte und demonstrierte. So haben wir einen Teufelsbaum gesehen, in dem angeblich ein Troll wohnte (Tío Juan), einen Knoblauchbaum, dessen Rinden-Flüssigkeit das perfekte Mückenabwehrmittel darstellt oder einen Baum, der von Ameisen beschützt wird. Sobald irgendwer oder irgendwas die Rinde des Baumes berührt, stürmen die im Inneren des Baumes lebenden Ameisen hinaus und entfernen den "Eindringling" (Albert sagte auch, dass dieser Baum eine Art Mutprobe bei den Kindern ist: "Wer kann länger den Baum anfassen?".
Insgesamt war dieser Ausflug total schön und interessant, denn so viele Pflanzen, Tiere, Farben und Geräusche auf einmal ist schon was sehr Besonderes!



1Tag vor unserem Abflug sind wir zurück nach Lima geflogen, wo wir alle restlichen Sachen gepackt haben, die Sonne genossen und uns von Sarah und Dani verabschiedet haben, die noch 2 Wochen länger in Peru geblieben sind. Und nun bin ich seit 2 Wochen wieder in Deutschland, habe mit Basti und meiner Familie ein paar ganz schöne Tage im Schnee verbracht und heute abend fahren wir nach Trier:-)!






______________________ME GUSTAS!______________________

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