Meike en Perú

... eine Reise nach Südamerika

Mittwoch, 13. Februar 2008

Viel Natur und Kultur ;-)!

So, nach langer Zeit melde ich mich nun auch mal wieder... War in den letzten zwei Wochen recht viel unterwegs und es habe es leider nicht frueher geschafft!


Nachdem Trujillo schoen ruhig war und ich viel Zeit am Strand und im Meer verbracht haben, ging es ins verrueckte Cajamarca zum Karneval. Das ist eindeutig nicht "mein Fest". Es hat eigentlich sehr witzig angefangen: Am Samstag, am "Carnevalón", wo alle Leute nicht nur mit Wasser, sondern auch mit Farben um sich werfen, sind Sarah und ich mit Patty und Samy und einigen Freunden durch die Strassen gezogen. Habe hier ein nettes Vorher-Nachher-Foto, da kann man sich so grob vorstellen, wie es ablief. Alle sind in kleinen Gruppen in der Stadt rumgelaufen mit kleinen Farbeimern und haben andere Gruppen "bombardiert". Wenn da einer auf uns zugerannt kam, hiess es nur noch "Augen und Mund zumachen", weil sonst wird's ekelhaft bzw kann auch gut weh tun. Naja, also dieser Tag war noch ganz witzig...

Am Sonntag war ein kleiner Umzug, der dann nicht mehr ganz so lustig war: Abgesehen davon, dass wir quasi schon kletschnass dort ankamen, weil wir als Gringas natuerlich ein willkommenes Zielobjekt waren (und solche Wasserbomben koennen ja auch hoellisch weh tun...aua!), wurden mir bei diesem Umzug beide Handys geklaut:-(... Der offizielle Umzug am (fuer uns in Deutschland) Rosenmontag war auf jeden Fall interessant, mit vielen bunten Kostuemen, grossen Wagen, die traditionell dekoriert waren oder verschiedene Sehenswuerdigkeiten rund um Cajamarca darstellten, vielen Tanzgruppen...aber nachdem mir abends bei einem Grupo5-Konzert auch noch mein Portemonnaie (allerdings nur mit 15Soles) geklaut wurde, war ich doch recht froh, am naechsten Tag Karneval zu verlassen;-)!


Da es keine bzw nur eine schlechte Strasse nach Chachapoyas gibt, haben Sarah und ich uns entschieden, dass wir einen "kleinen" Umweg nehmen und ueber Chiclayo fahren. Ca. 20 Busfahrstunden spaeter waren wir also in Chachapoyas, wo wir uns die Ruinen von Kuélap angeguckt haben. Diese Ruinen sollen nach Macchu Picchu die zweitschoensten und -interessantesten sein. Da die Gegend noch sehr untouristisch ist und es ein halbes Abenteuer ist erstmal dahin zu kommen, sind wir nur mit einer kleinen Gruppe nach Kuélap gefahren und hatten wirklich viel Zeit uns alles in Ruhe anzugucken. Es erstaunt mich immer wieder, wie solche Festungen vor zig Jahrhunderten schon gebaut werden konnten. Kuélap wurde von dem Volk der Chachapoyas in einer Hoehe von ueber 3000m errichtet und bisher ist die Frage wissenschaftlich nicht geklaert, ob es eine Stadt war, wo die Leute immer lebten, oder ob es als Rueckzugsort im Falle eines Krieges o.ae. dienen sollte. Zumindest wurde Kuélap nie von den Spaniern waehrend der Eroberung entdeckt, sondern erst im 19. Jahrhundert. Heutzutage erkennt man alles noch recht gut, z.B. die runden Wohnhaeuser, einen hohen Aussichtsturm oder ein Mausoleum. Es war auf jeden Fall sehr interessant und nun bin ich gespannt Macchu Picchu zu besuchen :-)!!


Anschliessend haben wir noch einen kleinen Abstecher nach Tarapoto gemacht (am RANDE des Regenwaldes), wo wir eine Tour zu einem gaaaanz tollem Wasserfall gemacht haben. Es war zwar recht anstrengend, weil die Luftfeuchtigkeit einem beim Wandern nicht viel Luft laesst, aber einmal am Wasserfall angekommen, war die ganze Anstrengung auch schon vergessen. Wir konnten sogar unten am Wasserfall in der Lagune baden:-). Die ganze Umgebung ist wirklich einfach wunderschoen: Alles ist gruen, in den verschiedensten Toenen, so viele verschiedene Pflanzen, das ist wirklich umwerfend. Ausserdem ist es dort nie ruhig: Immer hoert man ein bisschen Wasser plaetschern oder ein paar Voegel zwitschern - Natur pur!! Und was es fuer Tiere dort alles gibt: wir haben eine Riesen-Ameise gesehen, die ein Schaf toeten koennte (ich hatte erst Biene (abeja) verstanden und dachte "Na gut, ist nicht weiter bewundernswert", bis Sarah meinte, dass sie es sehr heftig findet, dass dieses kleine Ding ein Schaf (oveja (= aehnliche Aussprache)) toeten kann, was ich dann nicht mehr ganz so beruhigend fand...). Oder wir haben verschiedene Tiere gesehen, die wirklich aussahen wie Blaetter oder kleine Aeste. Rechts koennt ihr zum Beispiel eine Gottesanbeterin sehen.).


Die Zeit ist leider sehr schnell vorbei gegangen, zumal es auch immer ewig gedauert hat von Ort zu Ort zu kommen (in diesen 6 Tagen sassen wir knapp 43Stunden nur im Bus...). Am Dienstag war ich noch kurz in Cajamarca, um all meine Sachen einzupacken und dann ging es gestern nachts 14 Stunden nach Lima. In ca. 7 Stunden werden Kaethe und Markus hier ankommen und dann geht unsere grosse Perureise los:-)!


Viele Gruesse aus dem heissen Lima und bis bald!

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